Früher war alles besser

Früher war alles besser

Letzte Woche, als ich nach Hause kam, lagen auf der Couch zwei grosse dicke Alben. Fotoalben. Mit Fotos aus einer Zeit, an die ich mich nicht mehr komplett erinnern kann. Vieles habe ich vergessen.

Eine ganze Stunde sass ich da und wähnte mich in alten Zeiten. Die Zeiten in denen die einzigen Sorgen noch das nicht erhaltene Playmobilauto, das man sich doch sehnlichst vom Christkind gewünscht hatte, waren.

Die Fotos weckten viele Erinnerungen in mir. Wie ich meine kleine Schwester zum ersten Mal im Spital sah, wie ich in unserem grossen Garten umherrannte und mit Freunden Feuerwehr spielte. Ich überlegte mir, was sie gerade jetzt machten und wie es ihnen geht. Ob ich mich wohl noch immer so gut mit ihnen verstehen würde.

Beim Zuklappen der Alben wünschte ich mir, dies alles nochmals erleben zu können. Zurück zu können.

„Früher war alles besser“, bekommt man oft von seinen Grosseltern zu hören. Dieser Satz kam mir nach der Rückblende in den Sinn. Etwas wehmütig beginne ich ihn zu verstehen. War doch die Kindheit die schönste Zeit. Bisher. Vielleicht ändere ich meine Meinung in einigen Jahren; ich habe ja noch das ganze Leben vor mir – und darauf freue ich mich.

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instagram – eine Bereicherung für’s Auge

Jeder der ein/en iPhone/iPod touch besitzt, weiss, um was es sich bei instagram handelt. Für die wenigen Unwissenden, oder die Androiduser, die instagram momentan noch nicht nutzen können, die sich unter meinen Bloglesern befinden, erklär‘ ich es in einigen Worten: instagram ist eine Gratisapp mit welcher man nach einer kurzen Registrierung aus unbearbeiteten Fotos, welche auf dem iPhone sind oder gerade im App geknipst werden können, durch hinzufügen eines Filters ein richtiges Kunstwerk machen kann. Dieses teilt man dann mit der ganzen Welt oder hält es privat. Der Rest funktioniert wie Twitter: man folgt jemandem wenn man seine Fotos mag und kann die besten Schnappschüsse liken. So. That’s it. So simpel und doch so toll!

Mein erstes Foto hab‘ ich am 5. Septemer 2011 auf die Plattform hochgeladen. Es ist Bourgeois‘ Spinne, die von Juni bis August letzten Jahres auf dem Bürkliplatz in Zürich ihre Netze spinnte.

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Nach und nach habe ich die vielen Funktionen und Möglichkeiten von instagram kennen und schätzen gelernt!

Ich stellte fest, dass auf der Beliebt-Seite(dort sind jene Fotos, die in einer kurzen Zeitspanne viele Likes bekommen haben) nur Fotos von kleinen, niedlichen Kätzchen sind, oder dann halt von Frauen mit einem grosszügigen Ausschnitt. Heute ist dies nicht mehr so; seit die App neu aufgesetzt wurde, sind Fotos mit anzügigen oder pornografischen Inhalten sehr schnell entfernt.

Tags. Sie sind der Schlüssel zum Publikum, das beispielsweise die ganze Plattform gezielt nach Bildern von Autos durchforstet, während sich andere wiederum von Naturfotos verzaubern lassen. So tagge ich also ein Bild von einem Baum beispielsweise mit den Begriffen #tree, #nature, #field, #switzerland und habe so schnell einige Likes naturinteressierter Leute, darunter vielleicht auch von einem Japaner, der soeben von den Sommerferien in der Schweiz wieder zu Hause angekommen ist und auch gerade ein Foto mit dem Tag #switzerland hochgeladen hat. Ich fing dann auch an, die Community nach verschieden Markierungen zu durchsuchen. Bei vielen erscheinen im Sekundentakt dutzende neue Bilder, und aus dem Wort instagram sind auch schon andere -grams enstanden, wie zum Beispiel das #kidstagram, welches Tausende von Bildern mit Kindern darauf enthält. Oder das #petstagram, welches bald 300’000 Fotos umfasst.

Es gibt auch viele Wettbewerbe an denen die Nutzer kostenlos teilnehmen können indem sie das Bild mit bestimmten Begriffen taggen. Eine Jury oder die User von instagram stimmen dann darüber ab wer gewinnt und so ein Shoutout bekommt.

Anfangs verbrachte ich viel Zeit damit instagram nach Fotos zu durchforsten die mir gefallen, sie zu kommentieren und den entsprechenden Fotografen, was auf instagram ein jeder schnell mal wird, zu folgen. Durch den Tipp eines ig-Users wurde ich auf die Fotobearbeitungs-App „Snapseed“ aufmerksam, welche an diesem Tag statt für 5 Fr.- gratis zum Download im AppStore angeboten wurde. Mit ihr kann man sehr einfach und schnell Fotos auf dem iPhone oder iPad bearbeiten.

Heute bin ich nicht mehr so aktiv auf instagram und wenn, dann lade ich nicht mehr nur spezielle Fotos hoch, wie ich es früher tat, sondern benutze es vielmehr auch als Tagebuch in dem auch Fotos von alltäglichen Gegenständen landen.

Instagram ist eine Bereicherung für’s Auge! Es ist für jeden ein Foto dabei und mit wenig Aufwand kann man der ganzen Welt seine eigenen zeigen. Mittlerweile bietet eine Website sogar schon den Service an, ein Fotobuch aus seinen veröffentlichten Bildern zu machen, was ich gar keine schlechte Idee finde, da dank instagram jedes Bild zu einem kleinen Kunstwerk wird!

Folgt mir doch auf instagram, ich freue mich auf eure Fotos! 🙂

Benutzername: mankoma

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Luxusland Schweiz

Meinen ersten Post im neuen Jahr widme ich dem Luxus, den wir (fast) alle in der Schweiz geniessen dürfen.

Die Idee, oder besser gesagt, der Drang, darüber zu schreiben, erwachte in mir, als wir letzte Woche aus dem Appenzell zurückkamen, wo wir über Silvester in einem gemütlichen Chalet verweilten.

Falls ihr nun glaubt, dass ich jetzt mit einer Aufzählung beginne, was denn dort alles fehlte, wie zum Beispiel warmes Wasser oder eine richtige Toilette, täuscht ihr euch! Denn dort gab es beides davon und auch funktionierende Steckdosen waren vorhanden.

Nein. Was dort fehlte waren Dinge wie eine 3G-Verbindung, eine grosse Dusche oder die Bodenheizung. Luxus den wir eigentlich nicht brauchen aber doch nicht mehr missen möchten und ohne den wir schnell aufgeschmissen sind. Auf Twitter nennt man sie bereits „#firstworldproblems“.

Nur schon diesen Post hier veröffentlichen zu können ist ein Luxus! Nicht überall auf der Welt kann ein jeder veröffentlichen was er will und somit seine eigene Meinung kundtun. Es sei denn, er nimmt mehrere Risiken und die damit verbundenen Konsequenzen in Kauf. Und ich kann das Ganze sogar noch kostenlos tun! Irgendwie ist das nicht fair!

Wenn ich mir manchmal überlege wie verwöhnt wir doch sind und trotzdem noch motzen, da wir mit dies und jenem nicht zufrieden sind, muss ich den Kopf schütteln. Und wenn ihr jetzt denkt „Hach, das ist doch nur wieder so ein Jungspund, der von der unfairen Welt redet, sie verändern und -bessern will, aber dann doch nichts dafür tut!“, muss ich euch sagen, dass das nicht stimmt. Ich habe schon zwei-, dreimal einen, wenn auch kleineren, Geldbetrag an Organisationen gespendet, die notbedürftigen Leuten helfen.

Die unzähligen Ausbildungsmöglichkeiten die einem in der Schweiz zur Verfügung stehen gehören auch zum Luxus der Schweiz. Wir, die Jungen, können, ohne dass die Eltern zu tief in die Tasche greifen müssen, wie dies beispielsweise in den USA der Fall ist, auf eine Universität oder ähnliche Hochschule gehen und dort eine mehrjähriges Studium abschliessen.

An Weihnachten wusste ich nicht mal mehr, was ich auf meine Wunschliste setzen soll. Ich habe ja schon alles! Schliesslich bekam ich dann Geld. Dieses kann man immer und für alles gebrauchen. Wie zum Beispiel um den Menschen zu helfen, die es nicht so schön haben und nicht so previligiert sind wie wir.