Luxusland Schweiz

Meinen ersten Post im neuen Jahr widme ich dem Luxus, den wir (fast) alle in der Schweiz geniessen dürfen.

Die Idee, oder besser gesagt, der Drang, darüber zu schreiben, erwachte in mir, als wir letzte Woche aus dem Appenzell zurückkamen, wo wir über Silvester in einem gemütlichen Chalet verweilten.

Falls ihr nun glaubt, dass ich jetzt mit einer Aufzählung beginne, was denn dort alles fehlte, wie zum Beispiel warmes Wasser oder eine richtige Toilette, täuscht ihr euch! Denn dort gab es beides davon und auch funktionierende Steckdosen waren vorhanden.

Nein. Was dort fehlte waren Dinge wie eine 3G-Verbindung, eine grosse Dusche oder die Bodenheizung. Luxus den wir eigentlich nicht brauchen aber doch nicht mehr missen möchten und ohne den wir schnell aufgeschmissen sind. Auf Twitter nennt man sie bereits „#firstworldproblems“.

Nur schon diesen Post hier veröffentlichen zu können ist ein Luxus! Nicht überall auf der Welt kann ein jeder veröffentlichen was er will und somit seine eigene Meinung kundtun. Es sei denn, er nimmt mehrere Risiken und die damit verbundenen Konsequenzen in Kauf. Und ich kann das Ganze sogar noch kostenlos tun! Irgendwie ist das nicht fair!

Wenn ich mir manchmal überlege wie verwöhnt wir doch sind und trotzdem noch motzen, da wir mit dies und jenem nicht zufrieden sind, muss ich den Kopf schütteln. Und wenn ihr jetzt denkt „Hach, das ist doch nur wieder so ein Jungspund, der von der unfairen Welt redet, sie verändern und -bessern will, aber dann doch nichts dafür tut!“, muss ich euch sagen, dass das nicht stimmt. Ich habe schon zwei-, dreimal einen, wenn auch kleineren, Geldbetrag an Organisationen gespendet, die notbedürftigen Leuten helfen.

Die unzähligen Ausbildungsmöglichkeiten die einem in der Schweiz zur Verfügung stehen gehören auch zum Luxus der Schweiz. Wir, die Jungen, können, ohne dass die Eltern zu tief in die Tasche greifen müssen, wie dies beispielsweise in den USA der Fall ist, auf eine Universität oder ähnliche Hochschule gehen und dort eine mehrjähriges Studium abschliessen.

An Weihnachten wusste ich nicht mal mehr, was ich auf meine Wunschliste setzen soll. Ich habe ja schon alles! Schliesslich bekam ich dann Geld. Dieses kann man immer und für alles gebrauchen. Wie zum Beispiel um den Menschen zu helfen, die es nicht so schön haben und nicht so previligiert sind wie wir.

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2 Kommentare zu “Luxusland Schweiz

  1. Man gewöhnt sich halt an gewisse Standards. Hat man mehr Geld zur Verfügung, gibt man auch bereitwillig mehr aus. Die meisten haben hart für ihr Geld gearbeitet. Warum sollen sie sich nicht einen gewissen Luxus erfüllen?! Da gibt es andere Dinge die mich bei weitem mehr auffregen, wie zum Beispiel die Poltik! Egal, was man bisher gewählt hat…Wahlversprechen, wenn Wahlen anstehen, viel bla bla… und am Ende wird kaum etwas bewegt! Ausser Renten die sie sich auszahlen lassen, die ein Normalsterblicher in seinem leben nie erwirtschaften könnte. War mal ein schöner Bericht im Spiegel, was ein Politiker bekommt, der sich einige Zeit den Allerwertesten breit gesessen hat… das ist in keinster Weise zu gerechtfertigen oder fair!

    • Danke für deinen Kommentar!

      Ja, das denke ich auch! Wenn man sich angestregt hat, sei dies nun physisch oder psychisch, hat man sich einen gewissen Luxus verdient, welchen man nach Belieben erweitern kann, sofern man denn das nötige Kleingeld besitzt.

      Zu deinem anderen angesprochenen Punkt kann ich nicht viel beifügen, da ich mich momentan noch zu wenig für die politischen Geschehnisse interessiere.

      LG Manuel

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