Früher war alles besser

Früher war alles besser

Letzte Woche, als ich nach Hause kam, lagen auf der Couch zwei grosse dicke Alben. Fotoalben. Mit Fotos aus einer Zeit, an die ich mich nicht mehr komplett erinnern kann. Vieles habe ich vergessen.

Eine ganze Stunde sass ich da und wähnte mich in alten Zeiten. Die Zeiten in denen die einzigen Sorgen noch das nicht erhaltene Playmobilauto, das man sich doch sehnlichst vom Christkind gewünscht hatte, waren.

Die Fotos weckten viele Erinnerungen in mir. Wie ich meine kleine Schwester zum ersten Mal im Spital sah, wie ich in unserem grossen Garten umherrannte und mit Freunden Feuerwehr spielte. Ich überlegte mir, was sie gerade jetzt machten und wie es ihnen geht. Ob ich mich wohl noch immer so gut mit ihnen verstehen würde.

Beim Zuklappen der Alben wünschte ich mir, dies alles nochmals erleben zu können. Zurück zu können.

„Früher war alles besser“, bekommt man oft von seinen Grosseltern zu hören. Dieser Satz kam mir nach der Rückblende in den Sinn. Etwas wehmütig beginne ich ihn zu verstehen. War doch die Kindheit die schönste Zeit. Bisher. Vielleicht ändere ich meine Meinung in einigen Jahren; ich habe ja noch das ganze Leben vor mir – und darauf freue ich mich.