Joggen – mein Ausgleich zum Schulalltag

Jeden 2. Tag joggen gehen. Das habe ich mir vorgenommen. Meistens funktioniert dieser Plan auch, es sei denn, ich habe noch viel zu tun für die Schule, dann hat dies halt Vorrang.

Ich habe vor 2 Jahren schon mal angefangen zu laufen, es damals aber nicht ernst genommen und deshalb schnell wieder aufgegeben. Seit knapp zwei Monaten bin ich nun wieder regelmässig dran und das Joggingfieber packt mich immer mehr.

6 km, so lang, oder kurz, das liegt im Auge des Betrachters, ist die Strecke, welche sozusagen direkt vor meiner Haustür liegt und ich unter der Woche unter meine Füsse nehme. Seit zwei Wochen zwinge ich mich sogar am Sonntagmorgen in aller Früh aus dem warmen Bett um mit meinem Vater nach Pfäffikon zu fahren und mit ihm um den Pfäffikersee zu joggen. Oder muss ich sagen, gegen ihn? Denn wir rennen in die jeweils andere Richtung und sehen uns kurz in der Mitte des 9 km langen Seewegs.

Joggen macht nur Spass mit dem richtigen Schuhwerk! Wie man dieses am besten findet erfährt man hier. Und noch mehr Spass machts mir mit Musik in den Ohren. Laute, schnelle Musik, die mich nochmals anspornt, wenn mir denn langsam die Puste ausgeht.

Am Anfang beginne ich langsam, bevor ich mit der Zeit dann in den Trott komme, in dem ich gedankenlos joggen und die frische Luft der Natur geniessen kann.

Leer und frei. Einer der wenigen Momente in dem das der Kopf sein darf ist das Joggen.

Leseratte

Ich habe schon früh die Freude am Lesen gefunden und diese bis heute beibehalten. Nicht mal das Genre hat sich grundlegend geändert: früher las ich Kinderkrimis, heute die Krimis und Thriller für Grosse.

Am liebsten mag ich Krimis aus dem hohen Norden. Schwedische und norwegische Autoren wie Henning Mankell und Håkan Nesser. Mir gefällt es, wie die skandinavische Gegend immer so schön und ausführlich beschrieben wird, sodass man sich ohne grosse Mühe in sie einfühlen kann.

Zwischendurch lese ich aber auch wieder Thriller und/oder Krimis von anderen Autoren, auch grossen Amerikanischen wie zum
Beispiel Kathy Reichs, oder deutsche Newcomer wie Max Bentows Debütpsychothriller „Der Federmann“.

Treu geblieben bin ich bis heute der CHERUB-Serie des britischen Autors Robert Muchamore. Den ersten Band der Serie, in welcher es um mutige Kids einer geheimen Untereinheit des britischen Geheimdienstes geht, habe ich von meiner Patin geschenkt bekommen. Es war fast schon zur Tradition geworden: Jeden Ferienbeginn lag im Briefkasten ein rechteckiges Päcken, eingepackt in Geschenkspapier. Ein neues Buch von ihr. Es wurde in den Ferien rasch verschlungen und dann jeweils auch nach weiteren Büchern desjenigen Autors gesucht.

Die CHERUB-Serie hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen und so habe ich mir nach und nach die Fortsetzungen gekauft. In jedem neuen Fall den die Kids bestreiten müssen, erfährt man etwas Neues über die einzelnen Charaktere, und alle die die vorherigen Abenteuer nicht verpasst haben, müssen manchmal schmunzeln, hat man es sich im letzten Buch doch schon fast gedacht, dass es so kommen müsse!

Da die Fortsetzungen zeitlich versetzt in deutscher Sprache erscheint, habe ich mir die letzten paar Fälle in Englisch gekauft und freue mich, diese bald zu lesen, was auch ein gutes Training für meine Englischkenntnisse sein wird.

Kevin Brooks‘ und John Greens Bücher gefallen mir auch sehr gut. Sie beide haben einige Jugendbücher geschrieben welche ich alle gelesen habe. Besonders „Eine wie Alaska“, Greens international ausgezeichneten Debütroman, kann ich nur empfehlen. „Black Rabbit Summer“ und „Kissing The Rain“ sind meine bisherigen Favoriten von Brooks‘ Werken. Vielleicht ändert sich dies nachdem ich seinen neusten Roman „Killing God“ gelesen habe.

Lesen bedeutet für mich Entspannung und zugleich auch Spass. Ich kann abschalten und mich in eine erfundene Welt hineinversetzen, mit den darin existierenden Figuren mitfiebern und hoffen.

Wer nicht liest verpasst was!

Ständige Erreichbarkeit

„Was? Diese Nachricht habe ich nicht bekommen!“ – Solche Sätze kann man nicht mehr sagen wenn man im Besitze eines Smartphones ist. Er ist nur eine Ausrede unter vielen!

Im heutigen Zeitalter, dem digitalen, ist alles sehr schnelllebig geworden. Dies hat Vor- wie auch Nachteile.

Kauft man sich ein Smartphone, bindet man sich sozusagen an eine ständige Erreichbarkeit. Fertig sind die Zeiten als man noch ein Handy hatte um damit nur telefonieren und SMS schreiben zu können und es noch kein Häkchen neben der Nachricht gab, wenn man sie gelesen hat und dies somit der Absender weiss.

Antwortet man ihm dann nicht gleich, bekommt man halt ’ne Facebook- und Whatsappnachricht. Nützt dies nicht wird man schliesslich angerufen, wobei der Klingelton nach wenigen Sekunden wieder erstirbt, weiss doch jeder, wer bei welchem Anbieter ist und wem gratis anrufen kann. Mobiles Datenvolumen besitzt mittlerweile jeder Smartphoneuser, weshalb die verschiedenen Erreichbarmöglichkeiten des Intenets reger genutzt werden als ein Anruf.

Klar, man kann die Pushfunktion aller Apps abstellen und das Gerät bleibt still. Doch wieso kauft man sich dann eines dieser kleinen Alleskönner?! Jugendliche wollen ständig erreichbar sein! Sie wollen nichts verpassen! Ihren Freunden immer nah sein und das Neuste am besten vor allen Anderen wissen!

Die abertausenden „Messagingapps“ haben aber auch viele Vorteile; musste man früher mindestens einige Stunden auf eine Antwort warten, da das Handy dazumals noch nicht den ganzen Tag durch am Körper klebte, bekommt man heute meist sofort eine Antwort!

Auch ist man offener geworden. Offener für Neues. Neute Leute kennenzulernen. Diese Funktion gibt’s auch schon lange auf Skype, dort kann man mit einem Klick seinen Status auf „SkypeMe“ ändern und teilt somit Millionen von Usern mit, dass jeder ihn anrufen kann.

Heute funktioniert das auf anderen Plattformen, wie zum Beispiel instagram, einer immer mehr beliebten Fotosharingplattform. Gibt man dort seinen kik-Benutzernamen (kik ist das Whatsapp von Amerika) an, können dich deine Follower zu ihrem Adressbuch hinzufügen und sofort mit dir loschatten. Ich selber chatte auch ab und an wieder mit einem Mädchen in meinem Alter aus California oder einer aus Norwegen und einer Deutschen, die zufällig nur wenige Kilometer entfernt wohnt. Sie alle teilen die Leidenschaft zu instagram, was erstmal für genug Gesprächsstoff sorgt.

So ist das heute unter den DigitalNatives.

Ein Kater müsste man sein!

Alle die einen Hauskater (oder -katze) haben kennen es. Manchmal möchte man sein Leben am liebsten mit ihm tauschen oder wünscht sich, im nächsten Leben ein Kater zu sein. In meinem Fall wäre dies unser Hauskater!

Er kann den ganzen Tag herumliegen und sorgenlos vor sich hin dösen. Unser Kater, Leon mit Namen (welchen er übrigens in der „Die Wilden Kerle“-Fanphase meiner Schwester bekommen hat), hat viele Lieblingsplätze im ganzen Haus verteilt: Unten im Wohnzimmer hat er sein Körbchen in welchem er friedlich den täglichen Geräuschen und Gesprächen lauscht. Wird ihm das viele Herumliegen mal zu anstrengend erhebt er sich und tapst einige Schritte vorwärts auf den weissen Teppich, auf dem er sich ausgiebig streckt und durch Miauen seine tägliche Dosis Aufmerksamkeit bekommt. Man muss Leon nur anschauen, schon dreht er sich auf den Rücken und hofft auf Streicheleinheiten à la discretion, die er meistens, ach was sag ich denn, IMMER, die er immer bekommt! Denn wer kann ihm schon widerstehen, wenn er einem mit seinen süssen Katzenaugen anschaut. Gibt man dann also nach wird man aber auch reichlich belohnt! Leon beginnt zu schnurren, manchmal frag‘ ich mich ob dies wirklich er ist oder ob zufälligerweise gerade jemand in der Nachbarschaft den Rasen mäht. Er schnurrt nämlich so laut und intensiv! Nicht zu vergessen sind die Tropfen, die unerbittlich aus seiner Nase kommen sobald er die Liebkosungen geniesst!

Wie eine Schnecke markiert er so den Weg, wenn es denn weitergeht zu seinem nächsten Stammplatz, der in meinem Zimmer ist. Auf meinem Bett. Auf der roten Decke. SEINER roten Decke. Liegt diese Decke nicht auf dem Bett miaut er und blickt mich fragend an. Einmal hat er sich sogar unter’s Bett gelegt, denn dort ist die rote Decke in einer Kiste verstaut. Liegt er auf der Decke fängt er erstmal zu schurren an. Meine Nähe und das Klappern der Tastatur auf dem Laptop genügen ihm scheinbar um sich wohl zu fühlen. Er möchte am liebsten nicht mehr weg von der Decke, doch will ich schlafen, muss ich ihn dann doch raustragen, denn sobald ich meine Füsse unter der Bettdecke bewege, beginnt Leon danach zu schnappen und lässt mir somit keine Ruhe.

Darf er die Nacht also nicht bei mir verbringen, geht er halt auf nächtliche Entdeckungstour und kehrt von ihr am frühen Morgen oder auch erst gegen die Mittagszeit zurück. Das hängt wahrscheinlich von seiner Mausbeute ab.

Eine Zeit lang war auch das Waschbecken ein Platz, in dem er sich gerne aufhielt. Er lag darin, ganz am Rand, damit man sich doch noch die Hände waschen konnte und schleckte danach die wenigen Tröpfchen vom Wasserhahn weg. Diesen Platz hütet er nun aber nicht mehr; wieso auch, wo er doch so viele andere, gemütlichere zur Auswahl hat. Die vielen verschiedenen Orte die ein Kater im Haus hat, sind wichtig für ihn. Wie man einen Kater (oder eine Katze) allgemein richtig hält, und auch vieles mehr, erfährt man hier.

Das grosse rote Sofa im Fernsehzimmer, Leon scheint die Farbe rot zu mögen, ist ein weiterer davon. Auch dort hat er seine eigene Decke von welcher aus er schon viele Spielfilme, Nachrichtensendungen und, wahrscheinlich seine liebsten Momente der TV-Welt, Katzenfutterwerbespots gesehen hat.

Gehe ich am Morgen auf dem Weg ins Wohnzimmer am Fernsehzimmer vorbei, sehe ich ihn manchmal noch dort liegen. Hört er mich runtergehen, springt er aber sofort auf und folgt mir. Vor der Treppe, die zum Keller runter führt, in welchem sein Fress- und Trinknapf steht, bleibt er sitzen und schaut miauend zu mir empor. Dies macht er nicht nur morgens, sondern auch immer wieder tagdurchs, doch nicht weil etwa sein Napf leer ist, nein! Er erhofft sich von jedem, der sich erweichen lässt ihm nach unten zu folgen, ein Würstchen zu erhalten.

Klingt bis jetzt doch nicht schlecht, das Leben, oder besser gesagt Schoggileben, unseres Katers, oder?

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Mein online-Alltag

Meinen ersten Blogeintrag schreibe ich über meinen Alltag. Meinen Alltag mit dem iPhone. Auf welchem ich gerade auch diesen Eintrag verfasse.

6.10 Uhr: Musik ertönt aus dem Radiowecker und holt mich aus meinen Träumen in die Realität zurück. Der erste Griff zum iPhone. Zuerst mal den Flugmodus ausschalten, den ich jeden Abend vor dem Schlafengehen aktiviere, obwohl verschiedene Studien ja sagen, dass die Strahlung des iPhones kaum höher sei als jene des Kaffees. Item! Ich checke meine Mails und schaue im Onlinestundenplan ob vielleicht nicht doch noch kurzfristig die erste Stunde ausfällt und ich mich nochmals in den zerplatzten Traum zurückträumen kann.
Seit den vier Wochen nach den Ferien war dies bisher aber noch nicht der Fall.
So gehe ich also frühstücken, was meist nur ein Joghurt heisst und lese nebenbei im 20 Minuten App die News.

Am Bahnhof checke ich dann kurz vor 7 Uhr mit foursquare ein und hole mir noch Kaffee und Gipfeli zum Mitnehmen im Bahnhofskafi.

Im Zug wird dann langsam der Whatsappgruppenchat wach, den wir, einige aus unserer Klasse, seit bald einem Monat haben um uns schnell untereinander über Prüfungsstoff, Fragen zu Aufgaben auszutauschen oder einfach über die Lehrer zu lästern. 😉

Eine Station später muss ich dann umsteigen und lese mich mal durch die Timeline auf Twitter durch, die sich über Nacht gefüllt hat und tweete manchmal auch schon was, wenn mir denn etwas in den Sinn kommt.

Oerlikon, Aussteigen und ins Tram. Zwischendurch immer wieder Punkte sammeln auf foursquare und meine Majorships beibehalten und erweitern.

Mal schauen was auf Facebook los ist. Facebook wird auch immer mehr zu Netlog, dem Facebook für alle die bevorzugt grOsSklEiN schreiben und am besten das g auch noch durch ein q ersetzen und an h’s nicht sparen. Die Fragefunktion explodiert allmählich mit tausenden Fragen im Stil von: „Bist du Schweizer oder Ausländer?“ oder „Bleibt der Balken oben gleich lang wie der Balken unten?“. Spannend, echt! Ich schaue meist nur wer Geburtstag hat und ob ich neue Benachrichtigungen erhalten habe.

In der Schule muss das iPhone dann erstmal in der Tasche verschwinden. Passiert was Lustiges im Unterricht wird dies jedoch kurz getweetet. Jede Stunde hört man irgendwo wieder einige Summlaute und sieht flinke Hände über das Display hin- und herflitzen. Vorwiegend iPhone-Displays; hat doch jeder zweite in unserer Klasse ein Smartphone aus dem Hause Apple.

Kurz vor Mittag wird der Wochenmenüplan der Schulmensa online konsultiert und entschieden ob’s nicht doch lieber nach Oerlikon geht, was meist der Fall ist.

Whatsapp bleibt den ganzen Tag offen. Zum Beispiel über Mittag ist es nützlich, um kurz dem andern zu sagen er soll doch noch etwas aus dem Migros mitbringen oder ihn zu fragen ob er nachher auch in den Park kommen möchte.

Um 17 Uhr check‘ ich dann wieder am Bahnhof Illnau ein bevor ich 5 Minuten später @ Home Sweet Home bin.

Zuhause habe ich dann Zeit für instagram. Eine geniale App, mit welcher man viele verschiedene Filter auf Fotos anwenden und diese dann mit der ganzen Welt teilen kann. In mir hat instagram die Lust zum Fotografieren geweckt weshalb ich mir auch eine neue Kamera auf den Geburtstag gewünscht habe. Ich schau mir also die neusten Fotos an, suche nach neuen die mir gefallen, folge dem einen oder anderen und kommentiere viele Fotos. (Schaut euch doch mal mein Feed an, mein Benutzername ist mankoma)

Noch eine Prise Twitter, eine Hand voll Facebook und vielleicht ab heute auch noch eine Scheibe WordPress bevor’s dann ab in die Offlinewelt geht; ins Land der Träume.

Ich muss sagen, und das geb‘ ich auch offen zu, dass mir ohne das iPhone und all diesen sozialen Netzwerken und Apps etwas fehlen würde. Ich weiss nicht ob man dies als Sucht bezeichnen kann oder ob es in der aktuellen Gesellschaft unter Jugendlichen, wie vielleicht auch einigen Erwachsenen, normal ist, tagtäglich von morgens bis abends online zu sein, denn sehe ich im Zug, am Bahnhof und in der Schule auch immer viele Jugendliche auf ihr Smartphone starren und wild darauf herumtippen.

Ich habe für heute genug rumgetippt, veröffentliche meinen ersten Post und freue mich auf Rückmeldungen und eigene Meinungen!